(5) Nachtkonzert: Französische Suiten – Teil I
31Aug.22:0022:3022:00 - 22:30(GMT+02:00)(5) Nachtkonzert: Französische Suiten – Teil IEintritt frei!
Veranstaltungsdetails
Flóra Fábri und Christine Schornsheim (Cembalo) Die ungarische Cembalistin und Organstin Flóra Fábri erhielt ihre musikalische Ausbildung in Budapest, München und Essen. Seit 2018 ist sie
Veranstaltungsdetails
Flóra Fábri und Christine Schornsheim (Cembalo)
Die ungarische Cembalistin und Organstin Flóra Fábri erhielt ihre musikalische Ausbildung in Budapest, München und Essen. Seit 2018 ist sie den Köthener Bachfesttagen als Cembalistin des BachCollektivs verbunden. Christine Schornsheim zählt zu den renommiertesten deutschen Cembalistinnen und war schon mehrfach in Köthen zu Gast. Dieses Mal bleibt sie ganze vier Tage!
PROGRAMM
Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)
Französische Suite Es-Dur (BWV 815)
Allemande – Courante – Sarabande – Gavotte – Air – Menuet – Gigue
Französische Suite c-Moll (BWV 813)
Allemande – Courante – Sarabande – Air – Menuet I/II – Gigue
Vor genau 300 Jahren – 1722 – legte der Köthener Hofkapellmeister Johann Sebastian Bach für seine frisch angetraute, zweite Ehefrau Anna Magdalena ein »Clavier-Büchlein« an. Darin finden sich überwiegend eigene Werke, darunter auch die Erstfassungen von fünf der sechs »Französischen Suiten«. Man darf annehmen, dass Bach diese modischen Stücke ganz gezielt für das familiäre Musizieren geschaffen hat. Einige Jahre später – vermutlich um 1725 in Leipzig – revidierte Bach die Stücke noch einmal und fügte eine sechste Suite hinzu. Die Werke bestehen jeweils aus den vier »Stammsätzen« Allemande, Courante, Sarabande und Gigue sowie ein bis vier weiteren stilisierten Tanzsätzen, verzichten aber auf ein einleitendes Prélude. Bach folgt damit der formalen Gestaltung der »Ordres« des französischen Komponisten François Couperin, in dessen zweitem Cembalobuch ebenfalls keine Einleitungssätze enthalten sind. Der Name »Französische Suiten« bürgerte sich erst nach dem Tod von Johann Sebastian Bach ein, vermutlich als Abgrenzung gegenüber den »Englischen Suiten«.
So finden sich in den Sätzen der Suite Es-Dur (BWV 815) auch kaum französische Stilmerkmale. Die Allemande spielt mit den Harmonien gebrochener Akkorde, Courante und Gigue erinnern in ihrem elegant-bewegten Gestus eher an italienische Satzmodelle.
Die Suite c-Moll (BWV 813) beginnt mit einer kunstvoll verzierten Allemande, es folgen die entschlossene Courante und eine gefühlvolle Sarabande. Danach fügt Bach einen zweistimmigen Satz mit dem Titel »Air« ein. Das Urteil von Bachs erstem Biographen Johann Nikolaus Forkel, der Komponist habe sich in diesen Stücken »meistens einer lieblichen, mehr hervorstechenden Melodie bedient«, ist an diesem Satz besonders gut erkennbar. Den Abschluss der Suite bildet eine Gigue im punktierten Rhythmus.
Weitere Informationen zu den Mitwirkenden unter:
https://www.christine-schornsheim.de/
http://florafabri.com/
Foto: Henner Fritzsche

