Köthener BachGesellschaft
Köthener BachGesellschaft
Bach erleben
Viele unserer Programme entstehen erst unmittelbar vor den Konzerten, weil fast alles in der inspirierenden Köthener Atmosphäre erarbeitet wird. Manche begegnen sich in Köthen das erste Mal – bei den Bachfesttagen gibt es nichts von der Stange.
Henner Fritzsche, Köthen (Anhalt)
Mutter. Seele. Allein. Immersive Installation von Hyunju Oh | Klangsäule – Audio-Installation von Tibor Kovacs und dem Ensemble Evviva. Zugang jederzeit möglich. Eintritt frei!
Mutter. Seele. Allein. Immersive Installation von Hyunju Oh | Klangsäule – Audio-Installation von Tibor Kovacs und dem Ensemble Evviva.
Zugang jederzeit möglich. Eintritt frei!
Der Zugang zum Veranstaltungsort ist nicht barrierefrei.
Unterstützt durch die Karin und Uwe Hollweg Stiftung.

Marco Borggreve
Mitwirkende Jean-Guihen Queras Violoncello Programm Johann Sebastian Bach Suite Nr. 3 C-Dur
Jean-Guihen Queras Violoncello
Johann Sebastian Bach
Suite Nr. 3 C-Dur für Violoncello solo BWV 1009
Prélude – Allemande – Courante – Sarabande – Bourée I/II – Gigue
Suite Nr. 4 Es-Dur für Violoncello solo BWV 1010
Prélude – Allemande – Courante – Sarabande – Bourrée I/II – Gigue
Italien war das Mutterland des Violoncellos. Hier experimentierten Geigenbauer bereits im 16. Jahrhundert an tieferen, bundlosen Streichinstrumenten. Einheitliche Bauformen sowie Stimmarten gab es zunächst nicht, auch hinsichtlich der Teminologie herrschte eine große Vielfalt. Erst in der Mitte des 17. Jahrhunders setzten sich allmählich Standards durch, der heute geläufige Name „Violoncello” erschien erstmals 1665 in einem Notendruck von Giulio Cesare Arresti. Die ersten Kompositionen, die ausdrücklich für dieses Instrument geschrieben wurden, sind unbegleitete Werke. Dazu gehören einige Ricercari der in Bologna ansässigen Cellisten Domenico Gabrielli und Giovanni Battista Degli Antonii.
Diese italienischen Werke aus der Zeit um 1690 jedoch als Vorbilder der Bachschen Cello-Suiten anzusehen, wäre unangemessen. Zu groß sind die stilistischen Unterschiede, zudem darf als sicher gelten, dass Bach die Manuskripte von Gabrielli und Antonii nie zu Gesicht bekommen hat. Bach hingegen scheint sich in der Konzeption seiner sechs Suiten eher an der Literatur für Violine solo orientiert zu haben. Auf diesem Gebiet kursierten in der Zeit um 1700 bereits artifizielle Solostücke, etwa von Heinrich Ignaz Franz Biber, Johann Jakob Walther und Johann Paul Westhoff. Bach übertrug das Prinzip dieser immens anspruchsvollen Werke nun auf die spieltechnischen Möglichkeiten des Violoncellos. Dies geschah ganz offensichtlich parallel zu seiner Arbeit an den Partiten und Sonaten für Violine solo.
Wesentlich stringenter als bei den Solowerken für Violine achtete Bach bei den Cellosuiten auf eine einheitliche Satzfolge. Alle Suiten beginnen mit einem Prélude, darauf folgen jeweils die vier stilisierten Tanzsätze Allemande, Courante, Sarabande und Gigue. Als „Auflockerung” fügt Bach an vorletzter Stelle ein weiteres Tanzpaar ein, und zwar Menuett (1./2. Suite), Bourrée (3./4. Suite) bzw. Gavotte (5./6. Suite). Innerhalb dieses formalen Gerüstes freilich präsentiert Bach ein faszinierendes Spektrum an Satzmodellen, Themen und spieltechnischen Herausforderungen. Dabei ist von Suite zu Suite – ähnlich wie in einem pädagogisch motivierten Lehrbuch – eine kontinuierliche Zunahme der Komplexität wahrzunehmen.
In der Suite C-Dur (BWV 1009) stellt Bach ganz den lebhaften Virtuosengestus heraus. Das rasante Prélude zu Beginn besteht fast durchgehend aus schnellen Sechzehntelläufen und gebrochenen Akkorden. In der darauf folgenden Allemande dominieren ebenfalls rasche Bewegungen, wobei Bach hier auch vertracktere Rhythmen einfügt. Die Melodielinie der Courante nutzt den vollen Umfang des Violoncellos aus und besitzt eine grazile Leichtigkeit. Nach der ruhigen Sarabande und dem tänzerischen Bourrée-Paar setzt die Gigue mit unbändiger Spiellust einen wirkungsvollen Schlusspunkt.
Auch das Prélude der Es-Dur-Suite (BWV 1010) beginnt mit gebrochenem Akkordspiel, das im weiteren Verlauf mit improvisatorisch wirkenden Sechszehntelketten verknüpft wird. Allemande und Courante weisen ebenfalls hohen virtuosen Anspruch auf, während die Sarabande wiederum als ruhige Zäsur im Zentrum des Werkes fungiert. Im Bourrée-Paar nimmt die Suite an Lebendigkeit zu, bevor die Gigue als wahres „Perpetuum mobile” dahinjagt.
Cello-Zyklus am Samstag (28) und Sonntag (30) (33)
Karten: 16 €, ermäßigt 10 € | Karten für den gesamten Zyklus: 45 €, ermäßigt 25 €
Der Zugang zum Veranstaltungsort ist nicht barrierefrei.
€ 16 | erm. € 10
TicketsErmäßigungsberechtigt sind Schüler*innen, Auszubildende und Studierende, Erwerbslose und Schwerbehinderte. Kinder bis 6 Jahre haben freien Eintritt. Schwerbehinderte mit B im Ausweis erhalten eine ermäßigte Karte, die Begleitperson erhält kostenfreien Zutritt mit einer Begleitkarte. Kostenfreie Begleit- und Kinderkarten können per Mail an tickets@bachfesttage.de und in der Köthen-Information gebucht werden. Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltungsorte nur teilweise barrierefrei sind. Ermäßigte Tickets haben nur bei Vorlage eines entsprechenden Nachweises Gültigkeit.
Mitwirkende Winnie Böwe LesungMiriam Feuersinger SopranNadja Zwiener BarockviolineSylvia Ackermann Historische Claviere Programm
Winnie Böwe Lesung
Miriam Feuersinger Sopran
Nadja Zwiener Barockvioline
Sylvia Ackermann Historische Claviere
Carl Philipp Emanuel Bach (1714 – 1788)
Sonate in g (Wq 65/17)
Allegro – Adagio
Morgengesang (Wq 194/15)
Die Zufriedenheit in Gott (Wq 195/6)
Wilhelm Friedemann Bach (1710 – 1784)
Polonaise Nr. 8 e-moll
aus: 12 Polonaisen
Johann Friedrich Reichardt (1752 – 1814)
Schäfers Klage
Wechsel
Friedrich Wilhelm Rust (1739 – 1796)
Sonate Nr. 2 g-moll
Allegro brillante
Sonate Nr. 1 für Violine und Laute G-Dur
Andantino – Romanza – Menuetto
Geistliche Ode
Ist das Leben nicht ein Traum
Die Bachfesttage Köthen stellen in diesem Jahr nicht nur Bach, sondern auch eine andere wichtige Persönlichkeit des mitteldeutschen Musiklebens ins Zentrum: Friedrich Wilhelm Rust. Dieser Komponist ist untrennbar mit der Stadt Dessau verbunden, wo er in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts als fürstlicher Musikdirektor tätig war und das Musikleben dieser Stadt maßgeblich bestimmt hat. Geboren in Wörlitz, wurde das hohe musikalische Talent von Rust früh erkannt und maßgeblich vom Landesherren, dem Fürst Leopold Friedrich Franz von Anhalt-Dessau, gefördert. Während seines Jura-Studiums in Halle erhielt Rust Unterricht von Wilhelm Friedemann Bach, der als Organist in dieser Stadt wirkte.
Einige Jahre später finanzierte ihm der Dessauer Fürst einen Aufenthalt in Berlin und Potsdam, wo Rust vom Geiger Franz Benda und vom königlichen Cembalisten Carl Philipp Emanuel Bach Unterweisungen erhielt. Schließlich schloss sich 1765/66 noch eine Italienreise an, in deren Verlauf Rust mit Giuseppe Tartini und Giovanni Battista Martini zusammentraf. So umfassend gebildet, übernahm Rust ab 1769 die Federführung über sämtliche musikalischen Aktivitäten in Dessau. Er führte regelmäßige Konzerte ein, gründete das „Gesellschaftliche Theater” und wurde zum fürstlichen Musikdirektor ernannt. Neben Kantaten, Bühnenwerken und Instrumentalmusik schuf Rust zahlreiche Klaviersonaten, in denen er mit virtuosen Passagen eine ganz eigene musikalische Handschrift offenbarte. Aber auch seine Kammermusik und die Lieder sind von beeindruckender Qualität.
Ergänzt werden die Werke von Rust in dieser „Rustiade” mit Kompositionen seiner beiden Lehrer – der Brüder Carl Philipp Emanuel und Wilhelm Friedemann Bach – sowie von Johann Friedrich Reichardt. Hinzu kommen in dieser Veranstaltung Gedichte von Sophie Friederike Mereau und Luise Hensel.
Gefördert aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes, gefördert durch die Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt und das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur.
Der Zugang zum Veranstaltungsort ist nicht barrierefrei.
€ 24 | erm. € 10
TicketsErmäßigungsberechtigt sind Schüler*innen, Auszubildende und Studierende, Erwerbslose und Schwerbehinderte. Kinder bis 6 Jahre haben freien Eintritt. Schwerbehinderte mit B im Ausweis erhalten eine ermäßigte Karte, die Begleitperson erhält kostenfreien Zutritt mit einer Begleitkarte. Kostenfreie Begleit- und Kinderkarten können per Mail an tickets@bachfesttage.de und in der Köthen-Information gebucht werden. Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltungsorte nur teilweise barrierefrei sind. Ermäßigte Tickets haben nur bei Vorlage eines entsprechenden Nachweises Gültigkeit.
Live-Übertragungen der Konzerte (29), (31) & (33) in Bild und Ton auf eine LED-Wand. In den Konzertpausen gibt es Livemusik von der Musikschule Johann Sebastian
Live-Übertragungen der Konzerte (29), (31) & (33) in Bild und Ton auf eine LED-Wand. In den Konzertpausen gibt es Livemusik von der Musikschule Johann Sebastian Bach!
Henner Fritzsche, Köthen (Anhalt)
Sie sind gefragt: Ob lange geplant oder spontan entschlossen – machen Sie einfach mit.In spätsommerlicher Atmosphäre lädt die Tänzerin und Tanzpädagogin Janna Hoffmann ein, im Park den
Sie sind gefragt: Ob lange geplant oder spontan entschlossen – machen Sie einfach mit.
In spätsommerlicher Atmosphäre lädt die Tänzerin und Tanzpädagogin Janna Hoffmann ein, im Park den Fußspuren von Bachs Musik zu folgen. Von einem Oboentrio begleitet nähern Sie sich Bachs Musik nicht nur hörend, sondern auch bewegt an. Unter professioneller Anleitung werden seine musikalischen Elemente aufgegriffen und in einfache Bewegungsfolgen verwandelt. Bringen Sie Lust zum Tanzen und Freude an der Bewegung mit. Jeder und jede ist willkommen, Neugierige ohne Vorerfahrungen, Musik- und Tanzbegeisterte!
Henner Fritzsche, Köthen (Anhalt)
Mitwirkende Matthias Lutze BassFlóra Fábri Cembalo Programm Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)
Matthias Lutze Bass
Flóra Fábri Cembalo
Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)
Kantate Amore traditore (BWV 203)
Arie – Rezitativ – Arie
Aria variata a-Moll (BWV 989)
Aria und 10 Variationen für Cembalo Solo
Georg Friedrich Händel (1685 – 1759)
Kantate Dalla guerra amorosa (HWV 102)
Rezitativ – Arie – Rezitativ – Arie – Rezitativ – Arioso
Michel Corrette (1707 – 1795)
Les Étoiles
Aus: Premier Livre de Pièces pour le Clavecin Op.12, 1734
Georg Philipp Telemann (1681 – 1767)
Die Hoffnung ist mein Leben (TWV 20:48)
Kantate für eine tiefe Singstimme, Violine und Generalbass, arrangiert für Bass und obligates Cembalo
Nur zwei Kantaten auf italienische Texte sind von Bach überliefert, darunter das Werk „Amore traditore” (BWV 203), dessen Autorschaft überdies nicht unumstritten ist. Die Zuschreibung dieser kurzen Kantate an Bach erfolgte Anfang des 19. Jahrhunderts unter Berufung auf ein heute verschollenes Notenbuch. Der Kantatentext, in dem sich das lyrische Ich von den “Ketten der Liebe” lossagt, stammt aus Italien. Ein Beleg dafür ist die kürzlich im Notenbestand der Sing-Akademie zu Berlin entdeckte Parallelvertonung durch Francesco Nicola Fago, der in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu den herausragenden Musikern der Stadt Neapel zählte und dort verschiedene einflussreiche Ämter bekleidete. Fagos “Amore traditore” entspricht mit zwei durch ein kurzes Rezitativ verbundenen Arien für Singstimme und Basso continuo ganz dem üblichen italienischen Kantatenmodell jener Zeit. Die Bachsche Fassung des (sprachlich nur leicht veränderten) Textes nimmt diese Merkmale weitgehend auf, weist allerdings eine Besonderheit auf: Beschränkt sich das Cembalo in der ersten Arie noch auf eine einfache Continuo-Begleitung, nimmt es in der zweiten Arie als Obligatinstrument konzerthaften Charakter an. Dieser Befund lässt dem Zuhörer (mindestens) zwei Optionen offen: Entweder Bach ist tatsächlich der Autor der gesamten Kantate oder er fügte dem Werk (eines uns unbekannten Komponisten) lediglich die ambitionierte Cembalostimme in der zweiten Arie hinzu.
Bachs Aria variata a-Moll (BWV 989) trägt den Bezug zu Italien bereits im Titel: „alla maniera italiana“. Neben den später komponierten „Goldberg-Variationen“ handelt es sich hierbei um das einzige Variationswerk Johann Sebastian Bachs für Clavier. Das 12-taktige Thema wird in zehn Variationen bearbeitet. Erstaunlich ist dabei, dass Bach in neun Variationen einen strengen zweistimmigen Satz wählt und lediglich die Themenvorstellung sowie die Schlussvariation vierstimmig vertont. Italienische Variationswerke, etwa von Girolamo Frescobaldi, könnten hier Pate gestanden haben.
Selbstbewusst, unbeschwert und musikalisch brillant – so präsentiert sich der junge Georg Friedrich Händel während seiner Italienreise, die ihn zwischen 1706 und 1710 vor allem nach Rom führte. Schon mit seinen ersten Auftritten als Cembalo-Virtuose machte er hier großen Eindruck und gelangte schnell in die führenden künstlerischen Kreise der Stadt. Finanzkräftige Adlige und Kirchenmänner bemühten sich, den deutschen Musiker exklusiv an ihren Hof binden zu können. Als besonders großzügig erwies sich der Marchese Francesco Maria Ruspoli, einer der reichsten Männer Roms. Händel wohnte ab 1707 monatelang als Ehrengast des Marchese in dessen noblen Palästen im Zentrum Roms beziehungsweise auf dem Landsitz Vignanello bei Viterbo. Als Gegenleistung komponierte er zahlreiche Werke, darunter vor allem Kammerkantaten. Eines dieser Werke ist die Kantate „Dalla guerra amorosa”, die um 1708 zunächst in einer Sopranfassung, etwas später noch einmal in einer Version für Bass und Basso continuo entstanden ist.
Michel Corrette stammt aus einer Musikerfamilie in Rouen und gelangte als junger Mann nach Paris, wo er sich rasch als Organist, Komponist und Musiklehrer einen Namen machte. Für seine Schüler verfasste er insgesamt 17 Instrumentalschulen und Abhandlungen. Überdies veranstaltete er ab 1748 regelmäßig in seinem Hause Konzerte, in denen die Werke französischer und italienischer Komponisten zur Aufführung kamen. Diese Abende wurden von einem breiten Publikum besucht und bildeten damit eine Keimzelle für das bürgerliche Konzertleben in der französischen Metropole. Corrette hinterließ ein umfangreiches Werk in vielen wichtigen Gattungen seiner Zeit.
Neben einer gewaltigen Anzahl von geistlichen Kantaten für den Gottesdienst hat Georg Philipp Telemann gelegentlich auch Kantaten auf weltliche Texte verfasst. Zu diesem Werkbestand zählt auch die Kantate „Die Hoffnung ist mein Leben”, in der die Hoffnung als zentrale Kategorie eines unbeschwerten Lebens beschworen wird.
Der Zugang zum Veranstaltungsort ist nicht barrierefrei.
Gefördert aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes, gefördert durch die Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt und das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur.
€ 20 | erm. € 10
TicketsErmäßigungsberechtigt sind Schüler*innen, Auszubildende und Studierende, Erwerbslose und Schwerbehinderte. Kinder bis 6 Jahre haben freien Eintritt. Schwerbehinderte mit B im Ausweis erhalten eine ermäßigte Karte, die Begleitperson erhält kostenfreien Zutritt mit einer Begleitkarte. Kostenfreie Begleit- und Kinderkarten können per Mail an tickets@bachfesttage.de und in der Köthen-Information gebucht werden. Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltungsorte nur teilweise barrierefrei sind. Ermäßigte Tickets haben nur bei Vorlage eines entsprechenden Nachweises Gültigkeit.
Ilka Seifert
Mitwirkende Trio Evviva BlockflötenHyunju Oh Installation und PerformanceTibor Kovacs Sound ArtSerra Tavsanli KlavierLuis Miehlich VideoVeronika Sazanova CembaloIlka
Trio Evviva Blockflöten
Hyunju Oh Installation und Performance
Tibor Kovacs Sound Art
Serra Tavsanli Klavier
Luis Miehlich Video
Veronika Sazanova Cembalo
Ilka Seifert Leitung
Leere Räume mit viel Geschichte und ungewisser Zukunft verströmen die Melancholie des Vergangenen. Gleichzeitig bieten sie viel Potential für neue Visionen, Gestaltungen und Nutzungen. »Spuren« begibt sich mit Klängen, Bildern und Performances auf die Suche nach der vielfältigen Vergangenheit des Schlosses.
Zugang jederzeit möglich. Eintritt frei!
Der Zugang zum Veranstaltungsort ist nicht barrierefrei.
Unterstützt durch die Karin und Uwe Hollweg Stiftung.

Der Köthener Künstler und Instrumentenbauer stellt anlässlich seines 25-jährigen Jubiläums Geschichte, Herstellung und Klangvariationen von Dudelsäcken. Der Zugang zum Veranstaltungsort ist nicht barrierefrei.Veranstalter:
Der Köthener Künstler und Instrumentenbauer stellt anlässlich seines 25-jährigen Jubiläums Geschichte, Herstellung und Klangvariationen von Dudelsäcken.
Der Zugang zum Veranstaltungsort ist nicht barrierefrei.
Veranstalter: Schloss Köthen
Foto-Copyright:Andrej Grilc06Sep.14:1514:4014:15 - 14:40(GMT+02:00)(32) KurzkonzertMarsyas Baroque
Andrej Grilc
Mitwirkende Marsysas Baroque Paula Pinn Blockflöte & BarockfagottMaría Carrasco Gil Barockvioline & -violaKonstanze Waidosch Barockcello & Viola da gamba
Paula Pinn Blockflöte & Barockfagott
María Carrasco Gil Barockvioline & -viola
Konstanze Waidosch Barockcello & Viola da gamba
Sara Johnson Huidobro Cembalo
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Concerto in C-Dur (BWV 1032)
1. Vivace
Englische Suite Nr. 4 in G-Dur (BWV 809)
2. Allemande
3. Courante
4. Sarabande
6. Gigue
Schmücke dich, o liebe Seele in G-Dur (BWV 654)
Gerade einmal vor sieben Jahren fanden sich vier Musikerinnen zusammen, um gemeinsam beim Deutschen Musikwettbewerb als Ensemble für Alte Musik anzutreten. Sie hatten Erfolg, wurden mit einem Stipendium ausgezeichnet und sind inzwischen unter dem Namen Marsyas Baroque bei vielen Konzertreihen und Festivals zu hören. Auf ihrer 2024 erschienenen Debüt-CD haben die Musikerinnen Suiten von Johann Sebastian Bach und seinem französischen Zeitgenossen Charles François Dieupart in eigenen Arrangements eingespielt.
8 € | erm. 6 €
TicketsErmäßigungsberechtigt sind Schüler*innen, Auszubildende und Studierende, Erwerbslose und Schwerbehinderte. Kinder bis 6 Jahre haben freien Eintritt. Schwerbehinderte mit B im Ausweis erhalten eine ermäßigte Karte, die Begleitperson erhält kostenfreien Zutritt mit einer Begleitkarte. Kostenfreie Begleit- und Kinderkarten können per Mail an tickets@bachfesttage.de und in der Köthen-Information gebucht werden. Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltungsorte nur teilweise barrierefrei sind. Ermäßigte Tickets haben nur bei Vorlage eines entsprechenden Nachweises Gültigkeit.
Marco Borggreve
Mitwirkende Jean-Guihen Queyras Violoncello Programm Johann Sebastian Bach Suite Nr. 5 c-Moll
Jean-Guihen Queyras Violoncello
Johann Sebastian Bach
Suite Nr. 5 c-Moll für Violoncello solo BWV 1011
Prélude – Allemande – Courante – Sarabande – Gavotte I/II – Gigue
Suite Nr. 6 D-Dur für Violoncello solo BWV 1012
Prélude – Allemande – Courante – Sarabande – Gavotte I/II – Gigue
Mit großer Wahrscheinlichkeit komponierte Johann Sebastian Bach seine sechs Suiten für Violoncello solo um 1720 in Köthen; eine genauere Terminierung ist aufgrund des fehlenden Autographs nicht möglich. Das heutige Notenmaterial geht auf spätere, in Leipzig angefertigte Abschriften von Johann Peter Kellner (um 1726) und Bachs Frau Anna Magdalena (um 1727/31) zurück.
Bach betrat mit diesen Solostücken für Violoncello Neuland, handelte es sich doch zum Zeitpunkt der Komposition noch um ein relativ junges Instrument: Erst rund 50 Jahre zuvor findet sich in einem Ensembledruck des italienischen Komponisten Giulio Cesare Arresti erstmals die Instrumentenbezeichnung „Violoncello“. Das Wort vereint das italienische Vergrößerungssuffix „-one“ zu Viola mit dem Verkleinerungssuffix „-ello“ und bringt damit zum Ausdruck, dass es sich um eine kleinere Variante des größten Instruments der Violinfamilie handelt, oder wie es der Lexikograph Johann Gottfried Walther 1732 schrieb, eine „kleine Baß-Geige“. Von der bislang hoch angesehenen Viola da gamba unterschied sich das neue Instrument durch die äußere Form, das Fehlen von Bünden, die Anzahl und Stimmung der Saiten sowie durch den wesentlich kräftigeren Klang in allen Registern. Dadurch konnte das Cello mit dem gewachsenen Barockorchestervolumen Schritt halten, war aber gleichzeitig auch als Soloinstrument einsetzbar.
In der Suite c-Moll (BWV 1011) wird von Bach das Herabstimmen der höchsten Saite um einen Ganzton eingefordert (von a auf g), was zu einer Minderung der Klangpracht in hoher Lage führt. Dieser Kunstgriff entspricht dem insgesamt verhaltenen, nachdenklichen Charakter des Werkes. Selbst das Prélude, das dem Muster einer französischen Ouverture folgt, erscheint in sich gekehrt und zurückgenommen. Die Allemande und die Courante setzen mit ausdrucksvollen Wendungen diesen Eindruck fort. Die Sarabande fungiert dann vollends als Charakterstück und besitzt kaum Analogien zu dem namensgebenden Tanz. Die beiden Gavottes und die Gigue geben sich rhythmisch stark profiliert und führen die Suite zu einem ernsten Finale. Während seiner Leipziger Zeit erstellte Bach eine Lautenfassung dieser Komposition (BWV 995).
Und auch in der abschließenden Suite D-Dur (BWV 1012) wartet Bach mit einer instrumententechnischen Besonderheit auf: Wie eine Notiz in der Abschrift Anna Magdalena Bachs nachweist, war das das Stück ursprünglich für ein fünfsaitiges Instrument mit einer zusätzlichen e1-Saite vorgesehen, möglicherweise sogar für ein auf dem Arm zu haltendes Violoncello da spalla. Hinsichtlich des Klangcharakters und des Umfangs zieht Bach in dieser letzten Suite noch einmal alle Register. Das Prélude erklingt voller Pracht und mit unbändiger Lebhaftigkeit. Die Allemande erreicht im ungewöhnlichen Adagio-Tempo und mit zahlreichen fein ausgearbeiteten Verzierungen fast den Charakter einer Sarabande, während die Courante wieder mit tänzerischer Anmut auftrumpft. In der Sarabande sind dann nochmal Doppelgriffakkorde zu hören, bevor Gavotte und Gigue den gesamten Zyklus mit Tempo und Leidenschaft abschließen.
Cello-Zyklus am Samstag (28) und Sonntag (30) (33)
Karten:20 €, ermäßigt 10 € | Karten für den gesamten Zyklus: 45 €, ermäßigt 25 €
Der Zugang zum Veranstaltungsort ist nicht barrierefrei.
20 € | erm. 10 €
TicketsErmäßigungsberechtigt sind Schüler*innen, Auszubildende und Studierende, Erwerbslose und Schwerbehinderte. Kinder bis 6 Jahre haben freien Eintritt. Schwerbehinderte mit B im Ausweis erhalten eine ermäßigte Karte, die Begleitperson erhält kostenfreien Zutritt mit einer Begleitkarte. Kostenfreie Begleit- und Kinderkarten können per Mail an tickets@bachfesttage.de und in der Köthen-Information gebucht werden. Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltungsorte nur teilweise barrierefrei sind. Ermäßigte Tickets haben nur bei Vorlage eines entsprechenden Nachweises Gültigkeit.
Henner Fritzsche, Köthen (Anhalt)
Mitwirkende Christian Rieger Cembalo und Moderation Marsysas Baroque Paula Pinn Blockflöte & BarockfagottMaría Carrasco Gil Barockvioline &
Christian Rieger Cembalo und Moderation
Paula Pinn Blockflöte & Barockfagott
María Carrasco Gil Barockvioline & -viola
Konstanze Waidosch Barockcello & Viola da gamba
Sara Johnson Huidobro Cembalo
Charles Dieupart (1676-1751)
Suite Nr. 5 in F-Dur
1. Ouverture
Suite Nr. 5 in F-Dur
5. Gavotte
6. Menuet
7. Gigue
Johann Sebastian Bach(1685-1750)
Englische Suite Nr. 2 in c-Moll (BWV 807)
2. Allemande
3. Courante
4. Sarabande
Englische Suite Nr. 2 in c-Moll (BWV 807)
5. Bourrée I & II
6. Gigue
Charles Dieupart
Suite Nr. 3 in h-Moll
1. Ouverture
Suite Nr. 3 in h-Moll
2. Allemande
3. Courante
4. Sarabande
5. Gavotte
Johann Sebastian Bach
Suite Nr. 4 in G-Dur (BWV 809)
6. Gigue
Christian Rieger ist ein hervorragender Cembalist, der seit mehr als 20 Jahren als Professor an der Folkwang Hochschule in Essen unterrichtet. Zuvor hatte er sechs Jahre als Solist und Continuospieler im Ensemble Musica Antiqua Köln mitgewirkt. Im Zentrum seines umfangreichen Schaffens steht immer wieder Johann Sebastian Bach, dessen Werk für Tasteninstrumente er komplett gespielt hat. – Keine Frage, dass er der richtige Ansprechpartner für jegliche Bach-Fragen ist. Für die musikalische Begleitung sorgt außerdem wiederum das Ensemble Marsyas Baroque.
8 € | erm. 6 €
TicketsErmäßigungsberechtigt sind Schüler*innen, Auszubildende und Studierende, Erwerbslose und Schwerbehinderte. Kinder bis 6 Jahre haben freien Eintritt. Schwerbehinderte mit B im Ausweis erhalten eine ermäßigte Karte, die Begleitperson erhält kostenfreien Zutritt mit einer Begleitkarte. Kostenfreie Begleit- und Kinderkarten können per Mail an tickets@bachfesttage.de und in der Köthen-Information gebucht werden. Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltungsorte nur teilweise barrierefrei sind. Ermäßigte Tickets haben nur bei Vorlage eines entsprechenden Nachweises Gültigkeit.
Henner Fritzsche, Köthen (Anhalt)
Mutter. Seele. Allein. Immersive Installation von Hyunju Oh | Klangsäule – Audio-Installation von Tibor Kovacs und dem Ensemble Evviva. Zugang jederzeit möglich. Eintritt frei!
Mutter. Seele. Allein. Immersive Installation von Hyunju Oh | Klangsäule – Audio-Installation von Tibor Kovacs und dem Ensemble Evviva.
Zugang jederzeit möglich. Eintritt frei!
Der Zugang zum Veranstaltungsort ist nicht barrierefrei.
Unterstützt durch die Karin und Uwe Hollweg Stiftung.

Henner Fritzsche, Köthen (Anhalt)
Mitwirkende Miriam Feuersinger Sopran Köthener BachCollektiv Clara Blessing, Johanna Boehm oboeWaleska Sieczkowska, Martin Schneider, Iris Kengen, Ekaterina
Miriam Feuersinger Sopran
Clara Blessing, Johanna Boehm oboe
Waleska Sieczkowska, Martin Schneider, Iris Kengen, Ekaterina Perlina & Cécile Dorchêne Violine
Elisabeth Sordia, Christian Goosses Viola
Mercedez Ruiz Violoncello
Sophia Scheifler Kontrabass
Ambroise Dujat Fagott
Andreas Gilger Cembalo
Midori Seiler und Mayumi Hirasaki Leitung
Musik von Johann Sebastian Bach
Kantate „Nach Dir, Herr, verlanget mich” (BWV 150)
Sinfonia
Kantate „Am Abend des selbigen Sabbats“ (BWV 42)
Sinfonia
Kantate „Also hat Gott die Welt geliebet“ (BWV 68)
Arie „Mein gläubiges Herze“
Orchestersuite D-Dur in der „Köthener Fassung” (BWV 1068)
Ouvertüre – Air – Gavotte I und II – Bourrée – Gigue
Kantate „Ich bin in mir vergnügt” (BWV 204)
Rezitativ: Ich bin in mir vergnügt
Arie: Ruhig und in sich zufrieden
Rezitativ: Ihr Seelen, die ihr außer euch
Arie: Die Schätzbarkeit der weiten Erden
Rezitativ: Schwer ist es zwar, viel Eitles zu besitzen
Arie: Meine Seele sei vergnügt
Rezitativ: Ein edler Mensch ist Perlenmuscheln gleich
Arie: Himmlische Vergnügsamkeit.
Messe h-Moll (BWV 232)
Arie „Laudamus te“
Die Kantate „Nach Dir, Herr, verlanget mich” (BWV 150) ist eine der frühesten Kantaten von Johann Sebastian Bach, sie entstand 1707 in Mühlhausen, wo der 22-jährige Bach gerade seine Stelle als Organist der Blasiuskirche angetreten hatte. Gewidmet ist das Werk dem damaligen Mühlhäuser Ratsherren Conrad Meckbach, möglicherweise als Geschenk zu dessen 70. Geburtstag. Die Kantate beginnt mit einer kurzen, aber sehr eindrucksvollen Sinfonia, in der die Motivik des Eingangschores bereits angedeutet wird.
Für den Sonntag Quasimodogeniti (der Sonntag nach Ostern) des Jahres 1725 komponierte Bach in Leipzig die Kantate „Am Abend aber desselbigen Sabbats“ (BWV 42). Als festliche Einleitung zu diesem Werk fungiert eine konzertante Sinfonia mit dem vollen Instrumentarium. Zwei Oboen und Fagott auf der einen Seite und Streicher auf der anderen Seite wechseln sich dabei sehr wirkungsvoll im Spiel lebhafter Motive ab. Möglicherweise hat Bach diesen Instrumentalsatz aus einem früher komponierten und heute verschollenen Konzert übernommen.
Nur ein paar Wochen später, am zweiten Pfingstfeiertag 1725, entstand gleichfalls in Leipzig Bachs Kantate „Also hat Gott die Welt geliebt” (BWV 68). Für die Arien dieses Stückes nutzte Bach jeweils musikalische Vorlagen aus seiner Jagdkantate, die er bereits 1713 für den Herzog Christian von Sachsen-Weißenfels komponiert hatte. Im Falle der Sopranarie „Mein gläubiges Herze” nahm er dabei aber eine grundlegende Revision vor, indem er ein obligates Violoncello piccolo hinzufügte, die Singstimme umformte und den Satz mit einem instrumentalen Ritornell ausweitete. Das Ergebnis ist eine grandiose Arie mit unwiderstehlich ansteckender Fröhlichkeit.
In engem Zusammenhang mit Bachs Tätigkeit als Leiter des Leipziger Collegium musicum stehen seine vier Orchestersuiten, die in den 1730er Jahren in den wöchentlichen Konzerten des Ensembles zur Aufführung kamen. Gleichwohl basieren die Stücke sicher auf früheren Fassungen, die Bach als Hofkapellmeister in Köthen oder bereits als Konzertmeister in Weimar komponiert hat.
Stilistisch orientierte sich Bach in den Suiten an der zeitgenössischen französischen Musik. Die luxuriöse Hofkultur unter dem „Sonnenkönig“ Ludwig XIV. besaß im ausgehenden 17. und beginnenden 18. Jahrhundert auf ganz Europa eine enorme Anziehungskraft, dementsprechend galt französische Musik, insbesondere die Form der Suite, als Ausdruck vornehmer höfischer Repräsentation und entwickelte sich zu einem beliebten Exportartikel.
Die Orchestersuite Nr. 3 D-Dur (BWV 1068) ist in der Leipziger Überlieferung mit Trompeten, Pauken, Oboen, Streichern und Basso continuo sehr feierlich besetzt. Gut möglich, dass die Ursprungsform des Stückes ohne Trompeten und Pauken auskam. Diese “Köthener Fassung” erklingt im heutigen Konzert.
Als Kapellmeister am Köthener Hof hat Johann Sebastian Bach zwischen 1718 und 1723 vor allem Instrumentalwerke komponiert; seine Kantatenkunst war dagegen nur zweimal jährlich, am Neujahrstag sowie am Geburtstag des Fürsten Leopold, gefragt. Verantwortlich für die Libretti von Bachs Köthener Kantaten war bis 1721 der in Halle lebende Dichter Christian Friedrich Hunold, der auch unter dem Pseudonym Menantes veröffentlichte. Dessen Dichtungen freilich schätzte Bach auch über seine Köthener Amtszeit hinaus. So nutzte er 1726 (oder 1727) – nun bereits als Thomaskantor in Leipzig – ein Libretto des inzwischen verstorbenen Dichters für die Komposition der Kantate „Ich bin in mir vergnügt” (BWV 204). Er wählte dafür Hunolds „Cantata von der Zufriedenheit” aus und ergänzte die Poesie mit zwei Gedichten unbekannter Herkunft (Sätze Nr. 7 und 8). Ihrem Charakter nach zählt diese Dichtung in die damals modische Kategorie der „moralischen Kantate”. Der Text preist mit zahlreichen Metaphern die Zufriedenheit des in sich ruhenden Menschen, den Hunold mit einer „Perlenmuschel” vergleicht. Verachtenswert dagegen – so ist zu vernehmen – ist das Streben nach irdischem Reichtum, denn „bei dem kehrt stets der Himmel ein, der in der Armut reich kann werden.”
Johann Sebastian Bach orientiert sich bei seiner Vertonung des Textes ganz an der weltlichen italienischen Kantate, die durch Kompositionen von Alessandro Scarlatti, Antonio Caldara oder auch Georg Friedrich Händel sehr beliebt geworden war. So besetzt Bach die Kantate mit nur einer Gesangsstimme und wenigen begleitenden Instrumenten und teilt den Text auf jeweils vier Rezitative und Arien auf. Die einzelnen Sätze gestaltet er musikalisch sehr abwechslungsreich: In der ersten Arie treten zwei Oboen als solistische Instrumente auf, in der zweiten die Violine und in der dritten eine Traversflöte. Die Abschlussarie wird dann von allen Instrumenten gemeinsam bestritten. Als besonderes Stilmittel zur Verdeutlichung von Ruhe und Gelassenheit fungieren in mehreren Sätzen – besonders gut hörbar in der Arie „Meine Seele sei vergnügt” – lang ausgehaltene Töne bzw. Orgelpunkte.
Die Arie„Laudamus te” schließlich schuf Bach für das Gloria einer opulent besetzten Messe, die er 1733 dem neuen Sächsischen Kurfürsten Friedrich August II. widmete, offenbar mit dem Ziel, den Titel eines kurfürstlichen Hofcompositeurs der Dresdner Hofkapelle zu erhalten. Die virtuose Stimme der Solovioline war demnach auf den Dresdner Konzertmeister Johann Pisendel zugeschnitten.
€ 32 | 30 | 24 | erm. € 10
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Köthener Bachfesttage 2026
bachfesttage.app
6. September 2026
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Die letzte Bewertung fand am 6. September 2026 statt.
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Status der Konformität
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Um dies zu erreichen, orientieren wir uns so genau wie möglich an den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.1 des World Wide Web Consortiums (W3C) auf Konformitätsstufe AA. Diese Richtlinien erklären, wie Webinhalte so gestaltet werden können, dass sie für Menschen mit unterschiedlichsten Behinderungen zugänglich sind. Die Einhaltung dieser Richtlinien hilft uns sicherzustellen, dass die Website für alle nutzbar ist – für blinde Menschen, Menschen mit motorischen Einschränkungen, Sehbehinderungen, kognitiven Beeinträchtigungen und viele mehr.
Diese Website verwendet verschiedene Technologien, um jederzeit ein möglichst hohes Maß an Barrierefreiheit zu gewährleisten. Dabei kommt unter anderem eine spezielle Benutzeroberfläche zum Einsatz, mit der Menschen mit spezifischen Einschränkungen die Darstellung und Bedienung der Website an ihre Bedürfnisse anpassen können.
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Bildschirmleser und Tastaturnavigation
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Optimierung für Screenreader:
Ein Hintergrundprozess analysiert kontinuierlich die gesamte Website, um auch bei zukünftigen Updates eine barrierefreie Nutzung sicherzustellen. Dabei erhalten Screenreader relevante Informationen über ARIA-Attribute, z. B. genaue Beschriftungen von Formularfeldern, Beschreibungen für interaktive Symbole (z. B. Social-Media-Icons, Suchsymbole, Warenkorb-Symbole), Hinweise zur Formularvalidierung sowie Rollen für Bedienelemente wie Schaltflächen, Menüs und Dialogfenster (Popups). Außerdem werden alle Bilder automatisch gescannt und – sofern kein ALT-Text vorhanden ist – mit einer KI-basierten Objekterkennung beschrieben. Texte innerhalb von Bildern werden per OCR (optische Zeichenerkennung) extrahiert. Um diese Funktionen zu aktivieren, genügt die Tastenkombination Alt+1. Nutzer*innen mit Screenreader erhalten zudem automatisch einen Hinweis auf die Bildschirmleserfunktionen beim Betreten der Seite.
Diese Anpassungen sind mit allen gängigen Screenreadern kompatibel, u. a. JAWS und NVDA.
Optimierung der Tastaturnavigation:
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Navigation zwischen Auswahlfeldern (Radio/Checkbox) mit Pfeiltasten
Aktivieren mit Leertaste oder Enter
Darüber hinaus stehen Schnellnavigations- und Inhaltsüberspring-Menüs zur Verfügung – über Alt+1 oder als erste Elemente beim Tastaturnavigieren. Auch Popups werden automatisch fokussiert, sobald sie erscheinen, um ein „Verlorengehen“ des Fokus zu verhindern.
Folgende Tastenkürzel stehen zusätzlich zur Verfügung:
M (Menüs), H (Überschriften), F (Formulare), B (Buttons), G (Grafiken)
Unterstützte Barrierefreiheits-Profile auf unserer Website
Epilepsiesicherer Modus: Entfernt blinkende Animationen und riskante Farbkombinationen, um Anfälle zu vermeiden.
Modus für Sehbehinderte: Anpassung für z. B. eingeschränktes Sehvermögen, Tunnelblick, Grauer Star, Grüner Star usw.
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ADHS-freundlicher Modus: Reduziert Ablenkungen und verbessert Fokus und Lesbarkeit für neurodivergente Nutzer*innen.
Modus für blinde Nutzer*innen: Stellt vollständige Kompatibilität mit Screenreadern wie JAWS, NVDA, VoiceOver und TalkBack her.
Tastaturnavigationsprofil (motorische Einschränkungen): Ermöglicht komplette Bedienung per Tastatur inklusive Schnellzugriffstasten.
Weitere UI-, Design- und Lesbarkeitsanpassungen
Schriftanpassungen: Schriftgröße, -art, Zeilenhöhe, Ausrichtung und Abstände können verändert werden.
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Animationen: Alle Animationen (Videos, GIFs, CSS-Übergänge) können deaktiviert werden.
Inhaltshervorhebung: Markieren wichtiger Elemente wie Links oder Titel sowie aktiver/fokussierter Bereiche.
Audio-Stummschaltung: Sofortige Deaktivierung aller Töne – z. B. zur Vermeidung von Reizüberflutung bei Hörgeräteträger*innen.
Kognitive Unterstützung: Eingebaute Suche mit Verknüpfung zu Wikipedia und Wiktionary zur Erklärung von Begriffen, Abkürzungen und Redewendungen.
Weitere Funktionen: Anpassung von Cursorgröße/-farbe, Druckansicht, virtuelle Tastatur u. v. m.
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Hinweise, Kommentare und Feedback
Trotz all unserer Bemühungen, die Website so barrierefrei wie möglich zu gestalten, kann es vorkommen, dass einzelne Seiten oder Funktionen noch nicht vollständig zugänglich sind oder technische Lösungen noch fehlen. Wir arbeiten kontinuierlich daran, unsere Barrierefreiheit zu verbessern – durch Erweiterungen, Updates, neue Funktionen und fortlaufende technologische Entwicklungen.
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We firmly believe that the internet should be available and accessible to anyone, and are committed to providing a website that is accessible to the widest possible audience, regardless of circumstance and ability.
To fulfill this, we aim to adhere as strictly as possible to the World Wide Web Consortium’s (W3C) Web Content Accessibility Guidelines 2.1 (WCAG 2.1) at the AA level. These guidelines explain how to make web content accessible to people with a wide array of disabilities. Complying with those guidelines helps us ensure that the website is accessible to all people: blind people, people with motor impairments, visual impairment, cognitive disabilities, and more.
This website utilizes various technologies that are meant to make it as accessible as possible at all times. We utilize an accessibility interface that allows persons with specific disabilities to adjust the website’s UI (user interface) and design it to their personal needs.
Additionally, the website utilizes an AI-based application that runs in the background and optimizes its accessibility level constantly. This application remediates the website’s HTML, adapts Its functionality and behavior for screen-readers used by the blind users, and for keyboard functions used by individuals with motor impairments.
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These adjustments are compatible with all popular screen readers, including JAWS and NVDA.
Keyboard navigation optimization:The background process also adjusts the website’s HTML, and adds various behaviors using JavaScript code to make the website operable by the keyboard. This includes the ability to navigate the website using the Tab and Shift+Tab keys, operate dropdowns with the arrow keys, close them with Esc, trigger buttons and links using the Enter key, navigate between radio and checkbox elements using the arrow keys, and fill them in with the Spacebar or Enter key.Additionally, keyboard users will find quick-navigation and content-skip menus, available at any time by clicking Alt+1, or as the first elements of the site while navigating with the keyboard. The background process also handles triggered popups by moving the keyboard focus towards them as soon as they appear, and not allow the focus drift outside it.
Users can also use shortcuts such as “M” (menus), “H” (headings), “F” (forms), “B” (buttons), and “G” (graphics) to jump to specific elements.
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