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Bachfesttage Köthen – PWA

(17) Nachtkonzert: Französische Suiten – Teil II

01Sep.22:0022:3022:00 - 22:30(GMT+02:00)(17) Nachtkonzert: Französische Suiten – Teil II

Veranstaltungsdetails

Flóra Fábri und Christine Schornsheim (Cembalo)

Die ungarische Cembalistin und Organstin Flóra Fábri erhielt ihre musikalische Ausbildung in Budapest, München und Essen. Seit 2018 ist sie den Köthener Bachfesttagen als Cembalistin des BachCollektivs verbunden. Christine Schornsheim zählt zu den renommiertesten deutschen Cembalistinnen und war schon mehrfach in Köthen zu Gast. Dieses Mal bleibt sie ganze vier Tage!

PROGRAMM

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)
Französische Suite d-Moll (BWV 812)

Allemande – Courante – Sarabande – Menuet I/II – Gigue

Französische Suite G-Dur (BWV 816)

Allemande – Courante – Sarabande – Gavotte – Bourrée – Loure – Gigue

Die Suite war im frühen 18. Jahrhundert eine sehr beliebte Gattung der Instrumentalmusik. In dieser Zeit hatte sich – nach verschiedenen »Vorarbeiten« französischer, italienischer und auch deutscher Komponisten – eine Art »Suiten-Schema« durchgesetzt, das Johann Mattheson 1739 wie folgt beschrieb: »Die Allemanda [geht] vor der Courante, so wie diese vor der Sarabanda und Gigue her, welche Folge der Melodien man mit einem Nahmen Suite nennet.« Diesen vier Grundbestandteilen wurde dann häufig eine Ouverture bzw. ein Prélude vorangestellt und je nach Belieben des Komponisten weitere Tanzsätze, etwa Menuett, Gavotte und Passepied, hinzugefügt.

Während seiner Zeit als Hofkapellmeister in Köthen konzipierte Johann Sebastian Bach einige Suiten für Tasteninstrumente, die er auch in späteren Jahren immer wieder überarbeitete und als Unterrichtsmaterial nutzte. Eine zusammenhängende Sammlung von sechs Suiten fällt unter diesen Werken besonders auf; nach Bachs Tod bürgerte sich dafür der Name »Französische Suiten« ein. Bach verzichtet in den Werken allerdings auf das einleitende Prélude.

Die Suite d-Moll (BWV 812) enthält neben den vier »Stammteilen« noch zwei Menuetts. Auffällig ist in diesem Werk die Ähnlichkeit der Sarabande mit dem Duett »Et misericordia« aus dem 1723 in Leipzig entstandenem »Magnificat«.

In der Suite G-Dur (BWV 816) überwiegt ein heiter-beschwingter Grundgestus. An die sanft dahinfließende Allemande schließen sich eine temperamentvolle Courante und eine edle Sarabande an. Die Gavotte mit ihren charmanten Achtelbewegungen besitzt einen frischen und kecken Charakter und wird gefolgt von der ebenso leichten Bourrée. Den wirkungsvollen Schlusspunkt setzt die Gigue mit einem rasanten, dreistimmigen Fugato.

Weitere Informationen zu den Mitwirkenden unter:
https://www.christine-schornsheim.de/
http://florafabri.com/


Foto: Henner Fritzsche

Zeit

1. September 2022 22:00 - 22:30(GMT+02:00)

Kirche St. Agnus

Stiftstraße 11, 06366 Köthen (Anhalt)barrierefrei

Kirche St. Agnus

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