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Bachfesttage Köthen – PWA

(34) Nachtkonzert: Französische Suiten – Teil III

02Sep.22:0022:3022:00 - 22:30(GMT+02:00)(34) Nachtkonzert: Französische Suiten – Teil III

Veranstaltungsdetails

Flóra Fábri und Christine Schornsheim (Cembalo)

Die ungarische Cembalistin und Organstin Flóra Fábri erhielt ihre musikalische Ausbildung in Budapest, München und Essen. Seit 2018 ist sie den Köthener Bachfesttagen als Cembalistin des BachCollektivs verbunden. Christine Schornsheim zählt zu den renommiertesten deutschen Cembalistinnen und war schon mehrfach in Köthen zu Gast. Dieses Mal bleibt sie ganze vier Tage!

PROGRAMM

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)
Französische Suite h-Moll (BWV 814)        

Allemande – Courante – Sarabande – Anglaise – Menuet I/II – Gigue

Französische Suite E-Dur (BWV 817)         

Prélude (BWV 854/1) – Allemande – Courante – Sarabande – Gavotte – Menuet polonais – Bourrée – Gigue – Petit Menuet

Im frühen 17. Jahrhundert wurde die Literatur für Tasteninstrumente um eine wesentliche Gattung erweitert – die Suite. Dieser Begriff bezeichnete generell Kompositionen, die in einzelne Sätze gegliedert waren und sich dabei nicht – wie bei Variationsfolgen – motivisch an ein vorgegebenes Thema anlehnten. Abhängig von lokalen Traditionen und stilistischen Strömungen waren die Bestandteile einer Suite im Laufe der Zeit recht unterschiedlich. Immer wieder jedoch wurden die rhythmischen Muster von Tänzen, meist bezeichnet mit ihrem französischen Titel, als Grundlage für die Suitensätze genutzt. Zahlreiche Komponisten, darunter Johann Jakob Froberger, Johann Kaspar Kerll und Matthias Weckmann, etablierten die Suite im deutschsprachigen Raum, bis sich Anfang des 18. Jahrhunderts ein allgemeines »Suiten-Schema« durchsetzte, das Johann Mattheson 1739, bezogen auf »Clavier-, Lauten- und Violdigamben-Sachen« folgendermaßen definierte: »Die Allemanda [geht] vor der Courante, so wie diese vor der Sarabanda und Gigue her, welche Folge der Melodien man mit einem Nahmen Suite nennet.« Diesen vier Grundbestandteilen wurde dann häufig eine Ouverture bzw. ein Prélude vorangestellt und je nach Belieben des Komponisten weitere Tanzsätze hinzugefügt.

Ganz in diese Tradition stellte sich Johann Sebastian Bach und komponierte mehrere Suiten-Zyklen für Tasteninstrumente. 1722 – also vor genau 300 Jahren – entstanden in Köthen die ersten Fassungen der »Französischen Suiten«, die Bach im »Clavier-Büchlein« für seine Frau Anna Magdalena notierte.

Ein Höhepunkt der h-Moll-Suite (BWV 814) ist zweifellos die an dritter Stelle stehende Sarabande, die Bach mit zahlreichen Figurationen versehen hat. Als direkter Kontrast folgt danach eine mit Anglaise überschriebene Gavotte, die einen sehr lebendigen und beschwingten Eindruck hinterlässt. Am Ende der Suite erklingt eine brillante, zweistimmige Gigue.

Den krönenden Abschluss des Zyklus bildet die Suite Nr. 6 E-Dur (BWV 817) mit ihrer abwechslungsreichen Satzfolge. Besonders fallen dabei die weich fließende Allemande, die feierliche Sarabande und die lebhaft-lärmende Bourée auf.

Weitere Informationen zu den Mitwirkenden:
https://www.christine-schornsheim.de/
http://florafabri.com/


Foto: Henner Fritzsche

Zeit

2. September 2022 22:00 - 22:30(GMT+02:00)

Kirche St. Agnus

Stiftstraße 11, 06366 Köthen (Anhalt)barrierefrei

Kirche St. Agnus

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