(31) Wohltemperiert - Teil II
02Sep.17:0017:4517:00 - 17:45(GMT+02:00)(31) Wohltemperiert - Teil II
Veranstaltungsdetails
Christine Schornsheim (Cembalo & Clavier) Musik aus dem Wohltemperierten Clavier (BWV 846–893) Die in München lebende und aus Berlin stammende Cembalistin Christine
Veranstaltungsdetails
Christine Schornsheim (Cembalo & Clavier)
Musik aus dem Wohltemperierten Clavier (BWV 846–893)
Die in München lebende und aus Berlin stammende Cembalistin Christine Schornsheim gehört zu den regelmäßigen Gästen der Bachfesttage und zählt zu den renommiertesten Musikerinnen ihres Instruments. In Köthen widmet sie sich dem „Wohltemperierten Clavier“, dessen erster Teil 1722 von Johann Sebastian Bach in Köthen fertig gestellt wurde und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im Schloss zur Aufführung kam.
PROGRAMM
Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)
Präludium und Fuge E-Dur aus „Das Wohltemperierte Klavier I“ (BWV 854)
Präludium und Fuge H-Dur aus „Das Wohltemperierte Klavier I“ (BWV 868)
Präludium und Fuge E-Dur aus „Das Wohltemperierte Klavier II“ (BWV 878)
Präludium und Fuge e-Moll aus „Das Wohltemperierte Klavier I“ (BWV 855)
Präludium und Fuge cis-Moll aus „Das Wohltemperierte Klavier I“ (BWV 849)
Präludium und Fuge gis-Moll aus „Das Wohltemperierte Klavier II“ (BWV 887)
Präludium und Fuge H-Dur aus „Das Wohltemperierte Klavier II“ (BWV 892)
Die 48 Präludien und Fugen in den beiden Bänden des »Wohltemperierten Klaviers« von Johann Sebastian Bach haben im Laufe des 19. Jahrhunderts manch außergewöhnliche Bezeichnung erhalten: Robert Schumann nannte sie »Werk aller Werke«, der Musikhistoriograf Friedrich Rellstab »das Erste und Bleibendste, was die deutsche Nation als Musikkunstwerk aufzuzeigen hat«. Der Dirigent Hans von Bülow ließ sich sogar zu dem emphatischen Vergleich »Altes Testament des Klavierspielers« hinreißen. Auch wenn diese Titulierungen sicher im romantischen Überschwang geäußert wurden, treffen sie doch im Kern eine korrekte Aussage: Bachs »Wohltemperiertes Klavier« ist eine in jeglicher Beziehung herausragende Werksammlung.
In beiden Zyklen des »Wohltemperierten Klaviers« werden jeweils alle Dur- und Moll-Tonarten des Quintenzirkels mit einem Präludium und einer Fuge bedacht. Den ersten Teil komponierte Bach während seiner Zeit als Hofkapellmeister in Köthen, unterzog ihn später jedoch mehreren Revisionen. Der zweite Teil entstand knapp zwei Jahrzehnte danach in Leipzig, wo Bach als Thomaskantor tätig war. In beiden Sammlungen präsentiert Bach ein faszinierendes Kaleidoskop von Stilen und Formen.
Das »Wohltemperierten Klavier« zählt zu den wenigen Werken Johann Sebastian Bachs, die bereits zu Lebzeiten des Komponisten sowie in den Jahrzehnten direkt nach seinem Tod eine umfangreiche Rezeption erfahren haben. Zahlreiche Abschriften sowie Teilabdrucke der Zyklen kursierten an wichtigen Musikzentren im deutschsprachigen Raum; der vollständige Erstdruck erschien 1801 gleichzeitig bei mehreren Verlagen in Bonn, Zürich, Wien und Leipzig.
Weitere Informationen zu den Mitwirkenden:
https://www.christine-schornsheim.de/
Foto: Henner Fritzsche

