(40) Lautensoli: Evangelina Mascardi
Veranstaltungsdetails
Über eine lange Zeit war der Lautenist Silvius Leopold Weiss mit Johann Sebastian Bach befreundet. Von 1718 bis zu seinem Tod 1750 wirkte er als
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Über eine lange Zeit war der Lautenist Silvius Leopold Weiss mit Johann Sebastian Bach befreundet. Von 1718 bis zu seinem Tod 1750 wirkte er als hoch dotierter Musiker am kurfürstlichen Hof in Dresden; vor seinem Engagement in der sächsischen Residenzstadt hatte der vermutlich aus Oberschlesien stammende Weiss Anstellungen in Breslau und Düsseldorf innegehabt und sich mehrere Jahre in der Residenz eines polnischen Prinzen in Rom aufgehalten. Mehr als 150 Kompositionen sind von Silvius Leopold Weiss in verschiedenen Manuskripten überliefert. Dabei handelt es sich mehrheitlich um Sonaten für Laute solo, zwei Lauten bzw. eine Laute und ein weiteres Instrument. Um 1740 komponierte Johann Sebastian Bach in Leipzig Präludium, Fuge und Allegro Es-Dur (BWV 998). Auf dem Autograph findet sich als aufführungspraktische Hinweis „pour la Luth. o Cembal.“ Demnach ist dieses Stück sowohl auf der Laute, als auch auf dem Cembalo oder dem Lautenklavier ausführbar. Das Präludium zu Beginn ist vom rasanten Spiel gebrochener Akkorde geprägt, es folgt eine dreistimmige Fuge über ein kurzes, markantes Thema sowie zum Ausklang ein beschwingter Satz im Dreiertakt. Möglicherweise steht die Entstehung des Stückes in Verbindung mit einem Besuch der beiden überragenden Dresdner Hoflautenisten Silvius Leopold Weiss und Johann Kropfgans 1739 bei Bach in Leipzig.
Mitwirkende:
- Evangelina Mascardi, Laute
Programm:
- Sylvius Leopold Weiss (1687 – 1750): Preludio, Fuga und Ciaccona
- Johann Sebastian Bach (1685 – 1750):
- Preludio BWV 846, Aria e gavotte (BWV 1068)
- Preludio, Fuga und Allegro (BWV 998)
Videotipp: Evangelina Mascardi spielt Johann Sebastian Bach
Dauer: 45 Minuten I Karten: 16 Euro, ermäßigt 8 Euro
Der Zugang zum Veranstaltungsort ist nicht barrierefrei.

